Schulpastoral: Schulen sind Schulen und keine Kirchorte


In Schulen ist die Kirche jenseits des Religionsunterrichts auch in der Schulpastoral präsent. Letztere bietet die einzigartige Chance, sich auch um weniger religiöse Jugendliche zu bemühen. Doch nicht überall sind die Seelsorger willkommen.

Gabriele Höfling | katholisch.de

Bei den Stichworten „Kirche“ und „Schule“ denken die meisten wohl an den Religionsunterricht. Doch die Kirchen sind auch noch in anderer Form vor Ort: Mit der Schulpastoral leisten sie über das Curriculum hinaus einen Beitrag zum gelingenden Alltag. Davon profitieren nicht nur die Schulen, auch für die Kirchen ist ihre Präsenz eine Chance: „Hier können wir junge Menschen in ihrer ganzen Fülle erreichen“, sagt Simone Birkel, Dozentin für Jugend- und Schulpastoral an der Uni Eichstätt. Will heißen: Anders als in der Gemeinde oder dem Jugendverband müssen die Jugendlichen nicht zur Kirche zu kommen, sondern die Kirche kommt sozusagen zu ihnen – und hat die Chance, auch diejenigen zu erreichen, die sich sonst nicht für sie interessieren würden.

Schulgottesdienste und Flüchtlingsarbeit

Die Angebote der Schulpastoral sind vielfältig. Was sie gemeinsam haben, ist vor allem die Definition, auf die sie sich beziehen: Schulpastoral ist der „Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule“, so haben es die Bischöfe 1996 formuliert. Doch wer welche und wieviele Angebote macht, das unterscheidet sich von Schule zu Schule, von Bistum zu Bistum und von Bundesland zu Bundesland. „Die Schulpastoral gibt es nicht“, sagt Simone Birkel.

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