Zwei Neutronensterne verschmelzen – und versetzen Astronomen in Hektik


Zum zweiten Mal haben Astronomen mit einem Gravitationswellendetektor mitverfolgt, wie zwei Neutronensterne ineinanderstürzen. Kopfzerbrechen bereitet die grosse Masse des Systems.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Diese numerische Simulation zeigt zwei verschmelzende Neutronensterne, die Gravitationswellen abstrahlen. Dietrich, Tichy, Ossokine,  Buonano / Florida Atlantic University & MPI

Der Jubel war gross, als Astronomen im August 2017 erstmals das Gravitationswellensignal von zwei verschmelzenden Neutronensternen registrierten. Das gleiche Ereignis konnte nämlich auch mit verschiedenen Teleskopen beobachtet werden, die elektromagnetische Wellen auffangen. Man feierte das als Beginn der Multi-Messenger-Astronomie mit Gravitationswellen. An einer Tagung der American Astronomical Society in Honolulu haben Astronomen nun bekanntgegeben, dass sie im April 2019 erneut ein Gravitationswellensignal registriert haben, das so aussieht, als käme es von zwei verschmelzenden Neutronensternen. Diesmal sind die Umstände der Entdeckung allerdings nicht so ideal wie vor zwei Jahren.

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