Globale Erwärmung geht immer weiter


Die ersten Auswertungen der globalen Temperatur für 2019 liegen vor. Die Daten des japanischen Wetterdienstes zeigen es als zweitwärmstes Jahr in der Geschichte der Aufzeichnungen. Wärmer war es nur 2016, was allerdings ein außergewöhnliches Jahr wegen eines der bisher stärksten beobachteten El-Niño-Ereignisse war. Während dieser quasi-periodisch auftretenden Wetterphänomen ist der tropische Pazifik besonders warm, was sich für gewöhnlich auf die globale Durchschnittstemperatur auswirkt.

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Grafik: TP

Genauso warm wie 2019 war es demnach 2015, an vierter Stelle folgt 2017, an fünfter 2018 und an sechster 2014. Oder mit anderen Worten: Der Temperaturanstieg war so stark, dass auch die natürlichen Schwankungen, die es von Jahr zu Jahr gibt, nicht verhindert haben, dass im ausgehenden Jahrzehnt die sechs wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen lagen.


Und es geht munter weiter. Die Auswertung des beim Europäischen Zentrum für Mittelfristige Wettervorhersagen angesiedelten Copernicus Climate Change Service für Dezember zeigt, dass dieser Monat im globalen Maßstab rekordverdächtig war. Er lag gleich auf mit dem bisherigen Rekordhalter Dezember 2015 und sei 0,74 Grad wärmer als der Durchschnitt über die Dezember 1981 bis 2010 gewesen.

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