Splatterkult: Schädel der Heiligen Drei Könige locken in den Kölner Dom

Vorderseite des Schreins mit eingesetzter Trapezplatte. Bild: Beckstet - CC BY-SA 3.0

Drei Schädel mit goldenen Kronen – ohne sie gäbe es wohl den Kölner Dom nicht. Die Reliquien der Heiligen Drei Könige locken auch heute Besucher an. Im Mittelalter waren sie außerdem ein mächtiger Wirtschaftsfaktor.

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Schulter an Schulter drängen sich Besucher vor einer samtig roten Kordel im Kölner Dom. Das Handy weit nach vorne gereckt, versuchen sie so nah wie möglich an den riesigen goldenen Schrein direkt vor ihnen zu gelangen. Hunderte Male fotografieren sie die prächtigen Kronen, die hinter einem Gitter in dieser Art Sarkophag liegen. Schemenhaft erkennt man, dass die Kronen auf drei menschlichen Schädeln ruhen.

Reliquien erinnern an Vorbilder

„Wir sind extra gekommen, um uns das anzusehen“, erzählt eine Frau aus dem 60 Kilometer entfernten Waldbröl. „Das ist sehr interessant“, pflichtet ihr Ehemann bei. Bei den Schädeln soll es sich um die sterblichen Überreste der Heiligen Drei Könige handeln. Zum ersten Mal zeigt sie der Dom eine volle Woche – vom Dreikönigstag am Montag und noch bis zum Sonntag.

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