Katsch: Aufarbeitung von Missbrauch noch lange nicht beendet – der Gewaltgeschichte stellen


Die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche in Deutschland ist nach Ansicht von Matthias Katsch noch lange nicht beendet. Es brauche eine „Aufarbeitung durch Experten, die alle Akten lesen und Zeugen befragen dürfen“.

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Das sagte der Sprecher der Betroffeneninitiative „Eckiger Tisch“ dem „Spiegel“ (Samstag). Er hoffe, so Katsch, dass es bald dazu komme. Er fügte hinzu: „Eine staatliche Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission zur Kirche konnten wir leider nicht durchsetzen“.

Was Hilfe, Unterstützung, Beratung und Entschädigung angehe, sei „wenig bis nichts passiert“, kritisierte Katsch. „Keiner hat bisher einen Euro Entschädigung bekommen. Es gab Anerkennungszahlungen von maximal 5.000 Euro pro Person. Wir warten auf die Antwort der Bischöfe auf unsere Vorschläge für eine faire Entschädigung in Höhe von bis zu 400.000 Euro pro Person. Die Bistümer und Orden sollten dafür in einen Fonds einzahlen. Es sollte möglich sein, dafür auch Kirchensteuermittel einzusetzen.“

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