Wer bekommt den Zuschlag, Hirn oder Muskeln?


Hirn anstrengen beim Rudern – maximale Konzentration und gleichzeitige Spitzen-Körperanstrengung: Wie wirkt sich diese Doppel-Herausforderung auf die Leistungsfähigkeit in den beiden einzelnen Kategorien aus? Einer experimentellen Studie zufolge übertrumpft das Gehirn die Muskeln beim direkten Konkurrenzkampf um Ressourcen. Das Ergebnis bestätig damit die These vom „selbstsüchtigen Gehirn“, sagen die Forscher.

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Diese Elite-Ruderer der University of Cambridge haben an den Tests teilgenommen. (Foto: Danny Longman)

Das Gehirn ist ein ausgesprochen teures Organ: Es verbraucht viel Energie und Sauerstoff. Damit steht das Denkorgan des Menschen in direkter Konkurrenz mit anderen Organen und Teilen des Körpers. Im Laufe der Evolution des Menschen hat sich allerdings das Preis-Leistungs-Verhältnis des Gehirns als günstig herausgestellt: Unsere kognitiven Fähigkeiten können letztlich für so viel Nahrung sorgen, dass sich die hohen Investitionskosten für das Gehirn rentieren. In diesem Zusammenhang besagt die sogenannte „selfish brain“-Hypothese: Das Gehirn stellt seinen eigenen Energiebedarf auch stets über den anderer Organe und auch über den der Muskeln.

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