Islam: Eine insgesamt problematische Religion?


Die Vorbehalte sind groß. Über den Islam muss man diskutieren. Ein Buch will dazu beitragen

Alexander Flores | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Salafisten: Sie repräsentieren nicht „den“ Islam, obwohl sie es fest glauben. Bild: © epd-bild / Stefan Boness

Dieses Buch gibt eine im Wesentlichen negative Darstellung der Verhaltensweisen und Überzeugungen heutiger Muslime. Es nennt eine ganze Reihe von problematischen Sachverhalten: Gewaltanwendung durch Muslime, Befürwortung von Gewalt, Betonung der eigenen Vorzüglichkeit und Abwertung von anderen, massive Diskriminierung von Frauen, Judenfeindschaft bei Muslimen und manches andere. Es nennt auch Träger und Akteure. Und da es Deutschland im Blick hat, konzentriert es sich auf diejenigen, die hierzulande aktiv sind. Das sind hauptsächlich drei Strömungen: eine von den Muslimbrüdern inspirierte, eine von türkischstämmigen Muslimen, die auch vielfach aus der Türkei gesteuert wird (Erdogan!), und schiitische Gemeinden, die sich eng am iranischen Regime orientieren. Diese Strömungen oder Teile von ihnen bilden Organisationen oder Organisationscluster, und hier haben wir dann die „islamischen Verbände“, von denen so oft die Rede ist.

Nutzanwendungen folgen zwanglos: Warnung vor den Islamverbänden, von denen sich Kirchen, staatliche Stellen und die Zivilgesellschaft nach Möglichkeit fernhalten sollen und denen man im öffentlichen Raum keine weitgehenden Konzessionen machen soll. Es folgen der Aufruf zur stärkeren Berücksichtigung säkularer Muslime und der Ruf nach staatlicher Kontrolle des religiösen Lebens der Muslime, damit sich dort keine bedenklichen Tendenzen breitmachen.

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