Maschine hält Spenderleber sieben Tage am Leben


Zürcher Forscher haben eine Maschine gebaut, die eine Spenderleber eine Woche lang am Leben erhalten kann. Das eröffnet Möglichkeiten, auch mangelhafte Spenderlebern zu retten und doch noch zu transplantieren.

Neue Zürcher Zeitung

Eine Pumpe ersetzt das Herz, ein Oxygenator die Lunge, eine Dialyseeinheit die Nieren. Hormon- und Nährstoffinfusionen übernehmen das, was normalerweise Darm und Bauchspeicheldrüse zur Verfügung stellen würden. Zudem: Rhythmische Bewegungen imitieren das Auf und Ab des Zwerchfells beim Atmen. Es ist fast ein rudimentärer, künstlicher Körper, den ein Team des Universitätsspitals, der Universität und der ETH Zürich unter dem Dach von «Wyss Zurich» entwickelt haben. Damit kann eine Leber ausserhalb des menschlichen Körpers am Leben erhalten werden.

Als das Projekt «Liver4Life» 2015 begann, konnte man eine Spenderleber nur maximal 24 Stunden in einem solchen Perfusionsapparat aufbewahren, der sie mit Blut, Sauerstoff und Wärme versorgte. Nun konnte das Team um Pierre-Alain Clavien vom Unispital und Philipp Rudolf von Rohr von der ETH Zürich mit seiner neu entwickelten Perfusionsmaschine Spenderlebern volle sieben Tage am Leben erhalten, wie die Forscher im Fachblatt «Nature Biotechnology» berichten.

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