Suchtmediziner warnen vor Turbo-Cannabis


Joints gelten vielerorts als verzeihliches Laster. Doch die Rauschwirkung von Cannabis hat sich durch aggressive Züchtungen vervielfacht – mit schlimmen Folgen.

Oliver Bendixen, Fabian Mader | tagesschau.de

Ein Bett, ein Schrank, ein Tisch mit Schminkutensilien. Viel mehr hat das zwölf Quadratmeter-Krankenhaus-Zimmer nicht zu bieten. Auf dem Bett sitzt ein zierliches Mädchen. Ihre dunklen Haare hat sie zum Zopf zusammengebunden. Vor zwei Jahren hat sie mit dem Kiffen angefangen, mit 13. Jetzt, mit 15, sitzt sie in einer Psychiatrie.

Mit dem ARD-Politmagazin Report München spricht sie erstmals über ihre Erfahrungen. Sie rauchte mehrere Monate lang täglich. Und verlor zunehmend die Kontrolle. Sie hörte auf zu träumen.

Sie entwickelte immer mehr Ängste, regelrechte Paranoia: „Wenn ich nachts irgendwie alleine eine Straße langgelaufen bin, hatte ich echt so krass Herzrasen. Ich habe immer Schritte hinter mir gehört, ich habe mich immer umgeschaut. Ich war immer voll in so einem Film drin.“ Irgendwann traut sich kaum noch aus dem Haus. Wenn sie alleine zuhause ist, schließt sie sich in ihrem Zimmer ein. „Ich hatte einfach keine Lust mehr auf Menschen.“

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