Verfassungsgericht urteilt über „Bild“-Foto: Die Presse ist nicht so frei


„Bild“ druckt Foto trotz Publikationsverbot erneut. Bundesverfassungsgericht bestätigt Ordnungsgeld von 50 000 Euro.

Joachim Huber | DER TAGESSPIEGEL

Die „Bild“-Zeitung ist beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit dem Versuch gescheitert, ein Ordnungsgeld wegen ihrer G20-Berichterstattung 2017 anzugreifen. Die Karlsruher Richter nahmen die Beschwerde des Medienkonzerns Axel Springer gegen einen Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt nicht zur Entscheidung an, wie aus einem am Montag veröffentlichten Beschluss vom 18. Dezember hervorgeht. Das Oberlandesgericht hatte „Bild“ zur Zahlung von 50 000 Euro verurteilt, weil die Boulevardzeitung ein Foto erneut veröffentlicht hatte, dessen Abdruck ihr untersagt worden war. (AZ: 1 BvR 957/19)

„Bild“ hatte im Zusammenhang mit Plünderungen am Rande des G20-Gipfels am 10. August 2017 in Hamburg Fotos aus einem Drogeriemarkt veröffentlicht und dabei einen Bildausschnitt mit einer Frau vergrößert, berichtet epd. Unter der Überschrift „Zeugen gesucht! Bitte wenden Sie sich an die Polizei“ schrieb das Blatt zu dem Foto: „Der Wochenend-Einklau? Wasser, Süßigkeiten und Kaugummis erbeutet die Frau im pinkfarbenen T-Shirt im geplünderten Drogeriemarkt“.

weiterlesen