Katholikenkomitee: Organspende nur mit ausdrücklicher Zustimmung


Vor der Abstimmung im Bundestag spricht sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken für eine erweiterte Zustimmungslösung bei der Organspende aus. Nur so sei eine Organspende freiwillig, betonte ZdK-Präsident Sternberg.

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„Es muss weiterhin der Grundsatz gelten, dass die Organentnahme an die ausdrückliche Zustimmung der verstorbenen Person oder ihrer Angehörigen gebunden bleibt“, erklärte ZdK-Präsident Thomas Sternberg am Dienstag in Bonn: „Eine Widerspruchslösung, bei der auf eine ausdrückliche Zustimmung verzichtet werden könnte, ist mit dem Persönlichkeits- und Selbstbestimmungsrecht der sterbenden Patienten nicht vereinbar.“

Sternberg verwies darauf, dass im Prozess des Sterbens der Patientenwille umzusetzen sei: „Eine fremdnützige intensivmedizinische Weiterbehandlung, die dem sterbenden Patienten nicht mehr helfen kann, aber für die Organentnahme nach Eintreten des Hirntods erforderlich ist, darf es ohne Einwilligung des Patienten oder seiner Angehörigen nicht geben.“

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