Körpertemperatur des Menschen ist gesunken


Rätselhafte Abkühlung: Die mittlere Körpertemperatur des Menschen ist in den letzten 160 Jahren um rund 0,6 Grad gesunken – der Standardwert von 37 Grad scheint demnach nicht mehr zu gelten, wie eine große US-Studie nun bestätigt. Demzufolge hat sich auch unser Stoffwechsel verlangsamt. Aber warum? Die Forscher führen dies unter anderem auf eine bessere Gesundheit und auf ein Leben in klimatisierten Räumen zurück.

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Eine Körpertemperatur von 37 Grad gilt bisher als normal und gesund. Doch dieser Standardwert hat sich inzwischen verschoben. © Rafael Abdrakhmanov/ iStock

Unsere Körpertemperatur ist ein wichtiger Anzeiger für unsere Gesundheit: Ist sie höher oder niedriger als normal, deutet dies auf eine Infektion, auf Unterkühlung oder ein anderes Leiden hin. Allerdings haben auch Tageszeit, Alter, Körpergewicht und Größe einen Einfluss auf unseren Stoffwechsel und damit das interne Thermostat. Trotzdem gibt es einen offiziellen Richtwert: Seit 1851 gilt eine im Mund gemessene Temperatur von 37 Grad als normal. Ermittelt hat sie der deutsche Arzt Carl Reinhold Wunderlich damals auf Basis von Millionen Temperaturmessungen bei 25.000 Patienten in Leipzig.

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