Mertes: „Bischofskonferenz sagt nicht die ganze Wahrheit“


Der ehemalige Direktor des Berliner Canisius-Kollegs, Klaus Mertes, wirft der katholischen Deutschen Bischofskonferenz vor, in der Debatte über mögliche Entschädigungszahlungen an Betroffene nicht „die ganze Wahrheit“ zu sagen.

evangelisch.de

Die Bischofskonferenz lasse bis heute Forderungen in sechsstelliger Höhe stehen, ohne sie zu kommentieren, sagte Mertes dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Das erfüllt mich mit tiefen Misstrauen.“

Mertes hatte vor zehn Jahren in einem Brief Missbrauchsfälle durch zwei Jesuitenpatres am Canisius-Kolleg öffentlich gemacht und damit den Skandal in der katholischen Kirche ausgelöst. „Wir stehen ganz kurz vor einer tiefen und schweren neuen Enttäuschung der Opfervertreter“, sagte er.

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