Tschetschenen sollen Anschlag auf Berliner Synagoge vorbereitet haben


Russische Staatsführung beklagt immer wieder mangelnde Kooperationsbereitschaft der deutschen Behörden

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Heute Morgen durchsuchten etwa 180 Polizisten den Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Berlin nach Räumlichkeiten ethnischer Tschetschenen aus dem Islamistenmilieu in den Berliner Stadtteilen Hellersdorf, Spandau und Köpenick sowie im thüringischen Arnstadt, im brandenburgischen Ludwigsfelde und im westfälischen Hagen. Die Razzien, bei denen man neben Datenträgern auch Waffen sicherstellte, wurden wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat angeordnet.

Der B.Z. nach kam es dabei zu mindestens einer Festnahme in Ludwigsfelde, die bislang jedoch noch nicht offiziell bestätigt ist. Auslöser der Ermittlungen sollen Medienberichten nach verdächtige Fotos gewesen sein, die man nach einer Polizeikontrolle auf dem Mobiltelefon eines der Verdächtigen fand. Den Informationen des Berliner Tagesspiegels nach soll es sich dabei um die neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte handeln. Sie soll von den Männern im Alter zwischen 23 und 28 Jahren als Anschlagsziel ausgespäht worden sein. Als Alternativen dazu sammelten sie angeblich Informationen zu großen Einkaufszentren.

Verfassungsschützer warnen schon länger

Dass Tschetschenen nicht nur im Organisierten Verbrechen, sondern auch in der deutschen und österreichischen Islamistenszene auffällige Rolle spielen, ist Verfassungsschützern schon länger bekannt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) war bereits vor einem Jahr zum Ergebnis gekommen, dass „diese Personengruppe ein hohes Gefährdungspotenzial darstellt“. Weiterhin bescheinigte es ‚vielen Tschetschenen in Deutschland „Klan-Strukturen, verbunden mit einer konsequenten Abschottung gegenüber andern Ethnien, auch der Aufnahmegesellschaft“, was „ein junger Tschetschene“ auch dem WDR bestätigte. „Die deutschen Gesetze“, so dieser „Medet“, „interessieren sie nicht“.

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