Der Rabbiner und seine Sklavinnen


  • In Jerusalem soll ein 60-jähriger Rabbiner jahrelang 50 Frauen und Kinder in „sklavenhaltigen Zuständen“ gehalten haben.
  • Es wird wegen sexuellen Missbrauchs – auch im Falle der fünf- bis elfjährigen Kinder – ermittelt.
  • Sechs Frauen, die geflohen waren, hatten sich den israelischen Behörden und der Stelle für Sektenwesen anvertraut.

Alexandra Föderl-Schmid | Süddeutsche Zeitung

Foto: dpa
Die Polizei holte 50 Frauen und Kinder aus dem Gebäude in Jerusalem, wo sie in engen Zimmern hausten.

Dreistöckige Betten in düsteren Räumen, Putz, der von den Wänden blättert, und jede Menge Unrat: Auf Bildern, die die israelische Polizei nach ihrer Razzia auf dem Gelände des Beer-Miriam-Seminars, einer Anlage im Jerusalemer Viertel Geula, veröffentlicht hat, ist die Unordnung und Enge förmlich zu spüren. Hier soll ein 60-jähriger Rabbiner jahrelang 50 Frauen und Kinder in „sklavenartigen Zuständen“ gehalten haben. Es wird wegen sexuellen Missbrauchs – auch im Falle der fünf- bis elfjährigen Kinder – ermittelt. Die Kinder sollen auch geschlagen worden sein.

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