Auf der Spur rechtsextremer Hetze


Auf der Webseite „judas.watch“ wurde jahrelang im Netz gehetzt, vor allem gegen Juden. Den Politmagazinen report München, Kontrovers und „Zeit Online“ ist es nun gelungen, die Spur der Hintermänner zu verfolgen.

Sabina Wolf, Christof Mackinger | tagesschau.de

Jahrelang ist „judas.watch“ im Internet zugänglich. Auf der rechtsextremistischen Webseite werden Juden aufgelistet, mit einem Davidstern gebrandmarkt. Andere Menschen sind für die Rechtsextremen „Verräter an der weißen Rasse“. Wer steckt hinter dieser Seite?

Im Internet stoßen Reporter der Politmagazine report München, BR Kontrovers und von „Zeit Online“ in einem rechtsradikalen Forum auf den Namen „Kikel Might“. Der Mann mit dem Pseudonym gibt sogar ein Interview. Er prahlt damit, dass unter anderem er hinter „judas.watch“ steckt: „‚judas.watch‘ ist eine Datenbank. Unser Ziel ist es, unsere Feinde zu dokumentieren, Weiße und anderen Personen in öffentlichen Ämtern.“ Es gehe auch um Juden. „Unser Endziel ist es, dass man es wie Wikipedia nutzt und den ganzen Dreck über unsere Feinde findet.“

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