Dengue-Übertragung durch Mücken blockiert


Mücken können mehr als nur lästig sein: In manchen Ländern stellen ihre Stiche eine echte Bedrohung dar, weil die Insekten gefährliche Krankheiten übertragen – unter anderem das Dengue-Fieber. Mithilfe gentechnischer Methoden ist es Forschern nun gelungen, Gelbfiebermücken weitgehend immun gegen die gängigen Erreger dieser Viruserkrankung zu machen. Dadurch können die Moskitos diese Erreger auch nicht mehr auf Menschen übertragen. Ihr Ansatz eröffnet damit neue Möglichkeiten, der Verbreitung des Dengue-Fiebers entgegenzuwirken. Auch Erkrankungen wie Gelbfieber und Zika könnte mit dem Verfahren in Zukunft Einhalt geboten werden.

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Das Dengue-Fieber gehört zu den häufigsten von Stechmücken übertragenen Krankheiten: Mehr als 390 Millionen Menschen infizieren sich jedes Jahr neu mit der Viruserkrankung. Sie entwickeln Fieber und andere grippeähnliche Symptome – im Extremfall kann die Krankheit aber auch zu gefährlichen Blutungen und sogar zum Tod führen. Als Hauptrisikogebiete des Dengue-Fiebers gelten die Tropen und Subtropen, wo es zuletzt immer wieder zu verheerenden Ausbrüchen kam. Allerdings erweitert sich das Verbreitungsgebiet durch den Klimawandel zunehmend. Auch Teile Deutschlands könnten nach Einschätzung von Experten in absehbarer Zeit zu einer Dengue-Region werden. „Weltweit besteht ein dringender Bedarf an Maßnahmen, die die übertragenden Mücken kontrollieren und die Verbreitung des Virus effektiv unterbinden können. Denn spezifische und wirklich wirksame Therapien gibt es bisher nicht“, erklärt Prasad Paradkar von Australiens Behörde für wissenschaftliche Forschung (CSIRO) in Geelong.

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