Der Krebs, der auf den «Sonnenterrassen» des Körpers wächst


Bekannt ist vor allem das Melanom, der «schwarze» Hautkrebs. Viel häufiger, aber weniger aggressiv, ist der «weisse» Hautkrebs. Wird er rechtzeitig entdeckt, ist er fast immer heilbar.

Bruno Kesseli | Neue Zürcher Zeitung

Menschen beim Sonnenbaden an einem Strand in Rio de Janeiro. Felipe Dana/AP

Weiss ist er zwar nicht, der «weisse» Hautkrebs, aber immerhin hell. Die Namensgebung dürfte der prägnanten Abgrenzung gegenüber dem «schwarzen» Hautkrebs dienen. Die hellen, «weissen» Hautkrebsformen sind zwar weniger aggressiv als das «schwarze» Melanom, nach Schätzungen der Krebsliga aber rund zehnmal so häufig. Experten gehen für die Schweiz von bis zu 25 000 Neuerkrankungen pro Jahr aus, was den weissen Hautkrebs zur weitaus häufigsten Krebsart macht. Rund ein Drittel der Bevölkerung ist in vorgerücktem Alter davon betroffen. Weniger als ein Prozent von ihnen verstirbt an den Folgen der Erkrankung. Die Prognose des Melanoms ist wesentlich schlechter.

Lichtexponierte Hautstellen

In medizinischen Fachkreisen wird die Bezeichnung «weisser Hautkrebs» kaum verwendet. Es handelt sich dabei um einen Sammelbegriff, der verschiedene Krebstypen der Haut zusammenfasst. Gemeinsam ist ihnen, dass ihre Entstehung durch häufiges Sonnenbaden oder regelmässige Solarienbesuche begünstigt wird. Über die Jahre kann durch die UV-Strahlung die Erbsubstanz von Hautzellen in einer Weise geschädigt werden, die zu unkontrollierter Zellvermehrung – eben Krebs – führt.

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