Extinction-Rebellion-Gründer legt mit Holocaust-Relativierungen nach

Bild von Pete Linforth auf Pixabay

Nach seinen viel kritisierten Aussagen über den Holocaust zieht Extinction-Rebellion-Mitgründer Hallam erneut Vergleiche zu den Nazi-Verbrechen. Er formuliert eine fragwürdige Theorie: Die „Eliten“ hätten den Klimawandel geplant.

WELT

Zunächst hatte sich Roger Hallam noch in einem Facebook-Post entschuldigt. Hallam war in die Kritik geraten, nachdem er den Holocaust in einem „Zeit“-Interview „just another fuckery in human history“ – „nur ein weiterer Scheiß in der Menschheitsgeschichte“ – genannt hatte.

Es sei nicht seine Intention gewesen, den Holocaust herunterzuspielen, schrieb der britische Mitgründer der Umweltbewegung Extinction Rebellion. In einem Interview im „Spiegel“ aber klingt das anders. Dieses war bereits vor Veröffentlichung des „Zeit“-Interviews aufgezeichnet, von Hallam aber noch nach der Kontroverse um seine Verharmlosungen autorisiert worden.

Dem „Spiegel“ sagt er: „Der Klimawandel ist nur das Rohr, durch das Gas in die Gaskammer fließt. Es ist nur der Mechanismus, durch den eine Generation eine andere tötet.“Auf Nachfrage der Journalisten, ob er den Klimawandel tatsächlich mit der systematischen Ermordung von Millionen Juden durch die Nazis vergleichen wolle, führt der 53-Jährige aus, viele Extinction-Rebellion-Aktivisten seien mit derartigen Nazi-Vergleichen nicht einverstanden.

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1 Comment

  1. Na ja, es geht „Denen da oben“ sichtlich am A*** vorbei, ob nachfolgende Generationen noch ein halbwegs lebenswertes Leben auf dieser Erde haben werden oder nicht. Hauptsache, im Hier und Jetzt stimmt der Reibach… Die Parallellen zum Holocaust sind natürlich völlig abwegig.

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