Debatte über den Zölibat währt schon seit Jahrhunderten


Ehelos müssen Priester leben. Das fordert seit Jahrhunderten die katholische Kirche. Doch im Zuge von Priestermangel und Missbrauchsskandal steht die bisherige Lebensform der Geistlichen unter Druck. Der Synodaler Weg stellt die priesterliche Lebensform auf Prüfstand.

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Für manche gehört er zum Kern katholischer Identität: der Zölibat der Priester. „Die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen ist die Lebensform Jesu und der Apostel“, sagt etwa der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. „Wer so existenziell in das Erlösungswerk Christi eingebunden ist – sollte er nicht auch in Persona Christi leben, die Lebensform seines Meisters übernehmen?“, fragt Kardinal Walter Brandmüller. Und auch die jüngsten, so kontrovers diskutierten Einlassungen von Kardinal Robert Sarah und Benedikt XVI. pochen vehement auf die Beibehaltung der Pflicht zur Ehelosigkeit.

Doch im Zuge von Priestermangel und Missbrauchsskandal wird diese Lebensform zunehmend in Frage gestellt – nicht zum ersten Mal, denn die Diskussion um den Zölibat ist Jahrhunderte alt. Aber mit neuer Dringlichkeit.

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