Missbrauchsstudie der katholischen Kirche bleibt ohne Folgen – Marx sollte zurücktreten


Anderthalb Jahre nach der Missbrauchsstudie der katholischen Kirche bleiben strafrechtliche Konsequenzen aus. Kriminologe Pfeiffer fordert Konsequenzen.

DER TAGESSPIEGEL

Kardinal Reinhard Marx.Foto: Andreas Gebert/dpa

Im Herbst 2018 machte die Missbrauchsstudie der katholischen Kirche mit erschreckenden Zahlen Schlagzeilen: Mindestens 3677 Minderjährige wurden in den Jahren 1946 bis 2014 von 1670 Klerikern missbraucht. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) – allen voran ihr Vorsitzender, Kardinal Reinhard Marx, – sprach von Entsetzen, Abscheu und Scham und kündigte an, die Akten an die Behörden weiterzuleiten. Anderthalb Jahre später ist nun klar, was Kritiker der sogenannten MHG-Studie von Anfang an befürchteten: Strafrechtliche Konsequenzen wird es für die Täter wohl kaum geben.

Pfeiffer sollte Missbrauchsstudie ursprünglich leiten

„Das war alles nur Show – mehr nicht“, kritisiert der Kriminologe Christian Pfeiffer im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Er sollte die Studie zum Missbrauch in der katholischen Kirche ursprünglich leiten – und fordert nun den Rücktritt von Marx vom DBK-Vorsitz. Sein Vorwurf: Marx habe eine ehrliche, transparente Aufarbeitung des Skandals verhindert.

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