Weltlich eingestellte Muslime in Deutschland und Schweiz für Kopftuchverbot


„Wie können wir als offene Zivilgesellschaft akzeptieren, dass eine Religionsgemeinschaft sagt, sobald unsere weiblichen Mitglieder geschlechtsreif werden, müssen sie sich verhüllen? Das macht die Mädchen zu Sexualobjekten.“

Kleine Zeitung

Säkulare Muslime in Deutschland und der Schweiz unterstützen laut dem Linzer „Oö. Volksblatt“ (Samstag-Ausgabe) das von der ÖVP forcierte Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen. Die Berliner Imamin Seyran Ates sieht Kritiker wie den Wiener Theologen Paul Zulehner in einem „extremen Widerspruch“, weil dessen Liberalismus die Fraktion der illiberalen Muslime stütze.

„Genau die, die wie Grüne und Linke für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter kämpfen, unterstützen in einer anderen Religion die Orthodoxie“, sagte die Initiatorin Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, wo sie – wegen vieler Morddrohungen unter permanentem Polizeischutz – einen säkularen Islam predigt, dem „Volksblatt“. In Sachen Kopftuch sei ihre Position klar, so die ÖVP-nahe Regionalzeitung: „Wie können wir als offene Zivilgesellschaft akzeptieren, dass eine Religionsgemeinschaft sagt, sobald unsere weiblichen Mitglieder geschlechtsreif werden, müssen sie sich verhüllen? Das macht die Mädchen zu Sexualobjekten.“ Abgesehen davon sei das Kopftuch „absolut nicht religiös verankert“. Denn der Islam kenne keine Symbolik, lehne Symbole sogar ab.

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