Katholischer Apotheker durfte Pille danach verweigern


Der Berliner Apotheker Andreas Kersten hat nicht automatisch gegen das Berufsrecht verstoßen, als er die verschreibungspflichtige „Pille danach“ einer betroffenen Frau nicht gegeben hat.

kath.net

Der Berliner Apotheker Andreas Kersten hat nicht automatisch gegen das Berufsrecht verstoßen, als er die verschreibungspflichtige „Pille danach“ einer betroffenen Frau nicht gegeben hat, denn in zumutbarer Distanz zur eigenen Apotheke waren andere Apotheken, die die Abgabe nicht verweigerten. Das entschied das Berliner Berufsgericht für Heilberufe, wie „Apotheke adhoc“ berichtete. Die Apothekerkammer hatte wegen dem Vorgang(des Vorganges!Anm.Blog) nachgefragt. Laut Gericht beinhalte das Grundrecht auf Religionsfreiheit, dass Kunden kein Anrecht darauf haben, von den religiösen Überzeugungen eines Apothekers unbehelligt zu bleiben. Nur habe Kersten dann mit der Nachsendung von Infobroschüren an die Kundenadresse dann gegen den Datenschutz verstoßen. Kersten ist gläubiger Katholik und Inhaber der seit 2018 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossenen Undine-Apotheke in Berlin-Neukölln. 2016 hatte das Erzbistum Berlin die Gewissensentscheidung des Apothekers gestärkt, kath.net hat berichtet.

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