Rechtsstreit um Wittenberger "Judensau" geht in die nächste Runde


Wenige Tage vor Beginn des Berufungsprozesses über die Sandsteinplastik „Judensau“ an der Stadtkirche in Wittenberg hat die evangelische Kirchengemeinde Betroffenheit geäußert. „Die Stadtkirchengemeinde Wittenberg bedauert ausdrücklich, wenn Menschen sich von der antijüdischen Schmähplastik verletzt oder beleidigt fühlen“, hieß es in einer am Samstag veröffentlichen Erklärung der Gemeinde.

evangelisch.de

Die Kirchengemeinde sei offen für neue Wege und wolle die „Stätte der Mahnung“ weiterentwickeln. Dabei solle künftig der Aspekt der christlich-jüdischen Versöhnung gestalterisch zum Ausdruck kommen.

Das Oberlandesgericht Naumburg wird am Dienstag in einem Berufungsprozess über die Entfernung der Plastik verhandeln. Der Kläger will die Entfernung der 700 Jahre alten „Judensau“ erreichen, weil sie aus seiner Sicht den Tatbestand der Beleidigung erfüllt. Der Kläger ist Mitglied einer jüdischen Gemeinde. Die beklagte Stadtkirchengemeinde ist Eigentümerin der unter Denkmalschutz stehenden Kirche in der Lutherstadt.

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