Wenn der „Gottkanzler“ den Papst trifft


Martin Schulz kämpft um sein politisches Erbe. Sogar den Papst spannt er dafür ein – und merkt zur eigenen Überraschung: Da geht noch was.

Georg Ismar | DER TAGESSPIEGEL

Papst Franziskus empfängt Martin Schulz. Dabei hat der keinen protokollarischen Rang mehr.Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.

Der Schein des Blaulichts flackert in seinem Gesicht auf, Martin Schulz schaut durchs Fenster seines Wagens nach draußen: der erleuchtete Petersdom, der Tiber, pittoreske Fassaden, das Castel Sant’Angelo. Vor seinem schwarzen Van fährt ein Polizeiauto, die beiden Beamten hupen die Straßen Roms für ihn frei.

Ein langer Tag geht zu Ende. Italiens Premierminister Giuseppe Conte hat ihn empfangen, ebenso der Europaminister, der Finanzminister und der Gesundheitsminister. Am Tag drauf wartet noch eine Privataudienz beim Papst. „Ich bin doch nur noch ein Hinterbänkler“, sagt Martin Schulz. „Und die empfangen mich hier wie einen Regierungschef.“ Hier, beim wichtigen EU- und G7-Partner, bekommt er den Respekt, den er in Berlin oft vermisst hat.

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