Missbrauch bei Pfadfindern Er galt als „Übervater“, jetzt werden ihm 330 Übergriffe vorgeworfen


In Freiburg muss sich der 42-jährige Christian L. wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von vier Jungen verantworten – die Taten hat er gestanden. Im Raum steht die Frage: Hätte die Kirchengemeinde die brutalen Übergriffen verhindern können?

Per Hinrichs | WELT

Christian L. wird mit einer Jacke über dem Kopf von einem Mitarbeiter der Justiz zu Prozessbeginn in den Saal des Landgerichts geführt. Quelle: dpa

Christian L. ist ein hochgewachsener Mann, aber an diesem Montag sitzt er regungslos und in gebückter Haltung auf der Anklagebank des Saales IV im Freiburger Landgericht. Er hat sich einen grauen Pullover über seinen Körper geworfen und wirkt wie ein zu groß geratenes Kind, das ein Gespenst spielt. Die Kameras klicken, es ist kurz vor 9 Uhr, gleich beginnt die Hauptverhandlung.

Sein Gesicht ist erst zu sehen, als die Fotografen den Saal verlassen haben und der Prozess beginnt. Christian L., 42, hat mittellange blonde Haare, die er ab und zu zurückstreicht, seine Wangen sind gerötet, er trägt einen Dreitagebart und blickt nach unten. Seit einem Jahr sitzt er in Untersuchungshaft. Im Saal strahlt er aus, dass er von diesem Leben nichts mehr erwartet. Die Taten hat er in den Vernehmungen weitgehend gestanden. Jetzt folgt die gerichtliche Aufarbeitung.

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