Benedikt XVI. sorgt immer wieder für Irritationen: Der Schattenpapst


Fast schon regelmäßig dringt Störfeuer aus dem Alterssitz des emeritierten Papstes. Wer es auslöst, bleibt meist unklar. Aber fast scheint es, als seien die Ruhestandsjahre Benedikts XVI. eine Art zweiter Amtszeit geworden.

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Es war halb Geniestreich, halb Verzweiflungstat, auf jeden Fall historisch: Am Rosenmontag 2013 kündigte Benedikt XVI. in einer lateinischen Rede vor den Kardinälen seinen Verzicht auf das Papstamt an. Der katholischen Kirche hing der Missbrauchsskandal in den Gewändern, zwei Dokumenten-Leaks hatten Korruption und Filz im Vatikan aufgedeckt. Der Papst fühlte sich alt und schwach. Er trat zurück. Mit der Sedisvakanz waren alle Kurienleiter ihren Job los. Was für ein Coup!

Er gelobte Gehorsam

Ein neuer Papst sollte es richten. Beim Abschied am 28. Februar gelobte Benedikt XVI. ihm, den er noch nicht kannte, Gehorsam. Er selbst wollte sich in die Stille der vatikanischen Gärten zurückziehen und der Kirche im Gebet dienen. Sieben Jahre später steht fest: Aus dem „Klösterl“ drangen nicht nur Gebete zum Himmel, sondern auch Wortmeldungen nach draußen. Nicht alle waren mit dem Nachfolger Franziskus abgestimmt.

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