Rechte Netzwerke in Polizei und Militär: Hannibals Knallkörper


Der Kopf des rechten Hannibal-Netzwerkes steht in Böblingen vor Gericht. Sollte er jedenfalls. Doch André S. kommt nicht.

Christina Schmidt | taz

Im Grunde geht es bei diesem Termin im Amtsgericht Böblingen nur um das Fehlen einer Erlaubnis. Doch der Angeklagte ist nicht irgendwer, sondern der Kopf eines bundesweiten Netzwerks, in dem sich Rechtsextremisten tummeln und paramilitärische Ausbildungen abgehalten werden. Im Raum 030 trägt die Staatsanwältin vor, dass man im September 2017 das Wohnhaus des Angeklagten André S. und auch Liegenschaften seiner Familie durchsucht habe.

Gefunden wurden in Sindelfingen und Halle: Signalleuchten, Signalrauchpatronen, Zünder für Übungshandgranaten, Nebelgranaten und mehr aus Militärbesitz. André S. war damals noch Elitesoldat des Kommandos Spezialkräfte der Bundeswehr und eigentlich nur Zeuge in einem anderen Ermittlungsverfahren. Dem Prozess in Böblingen bleibt er auf Anraten seines Anwalts fern.

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