Warum klammert sich die Kirche so an ein NS-Gesetz?


Grazer Kirchenhistoriker Höfer kritisiert in „Presse“ Kirchensteuer: Steigerung der Einnahmen durch willkürliche Erhöhungen. Das Nazi-Gesetz hat ein Kirchenaustrittsklima geschaffen

kath.net

„Was am Jahr 2019 schrecklich ist, wenn 67.583, 15 % Steigerung seit 2018, den Austritt aus der katholischen Kirche gewählt und sich damit von einem NS-Zwangsgesetz befreit haben, mit der Unterschrift eines 1946 hingerichteten Kriegsverbrechers, müsste erst noch erklärt werden. Ist nicht eher das NS-Gesetz schrecklich, dessen Absicht „ein vernichtender Schlag gegen die Kirchenorganisation“ war und das heute so wirkt?“ Mit klaren Worten übt Rudolf Höfer, ein Professor für Kirchengeschichte der Universität Graz, Kritik an der österreichischen Kirchensteuer. Der Theologe zeigt sich auch über die Steigerung der Einnahmen verwundert und spricht von davon, dass dies nur mit willkürlichen Erhöhungen bei den Beitragsvorschreibungen zu erklären sei.

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