Asteroid löschte Dinos aus, Vulkanismus prägte das Leben danach


Waren auch Vulkane am Untergang der Dinosaurier beteiligt? Nein, besagt eine neue Studie – aber sie beeinflussten das Leben nach der Katastrophe

DERSTANDARD

Forscher datierten massive vulkanische Aktivitäten in der Region Dekkan auf 200.000 Jahre vor dem fatalen Asteroideneinschlag.

Foto: Reuters/Nasa

Das Aussterben der Dinosaurier und etlicher anderer Lebewesen vor rund 66 Millionen Jahren ist durch einen Asteroideneinschlag ausgelöst worden – darüber sind sich die meisten Wissenschafter inzwischen einig. Welche Rolle auch massive vulkanische Aktivitäten in der Region Dekkan im Süden Indiens spielten, wird seit langem diskutiert.

Ein internationales Forscherteam kommt nun in einer Studie in „Science“ zum Schluss, dass der Vulkanismus nicht verantwortlich für das Massenaussterben war, aber langfristige ökologische Auswirkungen auf die Phase danach gehabt haben dürfte.

Mindestens die Hälfte der Entgasungen des Dekkan-Vulkanismus habe deutlich vor dem Massenaussterben stattgefunden, sagte Andre Bornemann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover, einer der Autoren der Studie. Der Geologe gehört zu dem internationalen Team, das Tiefseebohrkerne aus dem Nord- und Südatlantik sowie dem Pazifik untersuchte und sich dabei genau den Zeitabschnitt an der Grenze von der Kreidezeit zum Paläogen vor 66 Millionen Jahren untersuchte.

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