Zehntausende fordern in Bagdad Abzug von US-Truppen aus dem Irak


Die USA haben mit General Soleimani eine der wichtigsten Figuren des iranischen Regimes getötet. Die Tötung des Kommandanten der Kuds-Brigaden hat weitreichende Folgen für die Region.

Samuel Misteli | Neue Zürcher Zeitung

Anhängerinnen des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Ali Khamenei am Freitagsgebet vom 17. Januar 2020 in Teheran. Rouzbeh Fouladi / Imago

Zehntausende Iraker haben bei einem Protest in der Hauptstadt Bagdad einen Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Land gefordert. Sie folgten damit am Freitag (24.1.) einem Aufruf des einflussreichen schiitischen Predigers Muktada al-Sadr. Die Demonstranten trugen irakische Flaggen, riefen «Nein, Nein, Nein Amerika» und traten mit Füssen auf Bilder des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Al-Sadr forderte einen Zeitplan für den Abzug der «Besatzungskräfte», wie die staatliche irakische Agentur INA meldete. Alle amerikanischen Stützpunkte müssten geschlossen und der Luftraum für US-Militärflugzeuge gesperrt werden. Das irakische Parlament hatte nach der Tötung des iranischen Generals Khassem Soleimani durch die USA in Bagdad einen Abzug der amerikanischen Truppen gefordert. Iraks Regierung erklärte, sie arbeite an der Umsetzung des Beschlusses. Konkrete Schritte gibt es bislang nicht.

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