Bundeswehr nimmt Ausbildung der Kurden wieder auf


Wegen der amerikanische-iranischen Spannungen hatte die Bundeswehr ihren Ausbildungseinsatz im Irak unterbrochen und ihre Soldaten abgezogen. Nun kehren die Ausbilder offenbar zurück in den Nordirak – gegen den Willen des irakischen Parlaments.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ein Soldat der Bundeswehr weist einen Angehörigen der Peschmerga 2016 in der Ausbildungseinrichtung Bnaslawa bei einer Übung ein. Bild: dpa

Die Bundeswehr will die Ausbildung kurdischer Sicherheitskräfte im Nordirak wieder aufnehmen. Nach Informationen der „Deutschen Presseagentur“ stand die Fortsetzung des Auftrags am Wochenende unmittelbar bevor. Im Zentralirak wird die Ausbildung zunächst aber noch nicht wieder aufgenommen. Nachdem die Spannungen zwischen Amerika und Iran Anfang Januar eskalierten, wurde der Einsatz vorübergehend ausgesetzt.

Aus dem Zentralirak waren die deutschen Soldaten und Einheiten anderer Staaten abgezogen worden, nachdem die Vereinigten Staaten in der Nacht zum 3. Januar den iranischen General Qassem Soleimani mit einem Luftangriff gezielt getötet hatten. Als Reaktion feuerte der Iran Raketen auf von amerikanischen Truppen genutzte Stützpunkte im Irak. Im nordirakischen Arbil sind nach wie vor etwa 90 deutsche Soldaten für die Ausbildung kurdischer Kräfte in der Region stationiert.

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