Erinnerung muss fortgeschrieben werden


Stephan-Andreas Castorff | DER TAGESSPIEGEL

Was soll man sagen? Angesichts des Grauens sind Worte schwierig zu finden. Auschwitz! Der Name steht für das Menschheitsverbrechen, das Deutsche begangen haben. Ein Lager, viele Lager, in denen Juden – vor allem sie – umgebracht wurden. Millionen waren es am Ende, Opfer einer Tötungsmaschinerie ohnegleichen. Vor 75 Jahren, am 27. Januar, ist Auschwitz befreit worden.

Noch heute werden Opfern ihre Namen zurückgegeben, die ihnen genommen worden waren – Erfolg einer Suche, die bis in die Gegenwart reicht. Und in die Zukunft reichen muss. Um sich der Opfer für immer zu erinnern.

Die Zukunft der Erinnerung: Darum geht es an diesem Tag,von diesem Tag an, dem 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, das im heutigen Polen liegt. Diese Zukunft beginnt mit einer Reise. Auch einer Reise in Gedanken. Ein Holocaust-Überlebender erinnert sich und teilt seine Erinnerung mit einem Jungen, einem jungen Deutschen. 13 Jahre ist Ben Polon, so alt, wie der Holocaust-Überlebende Peter Johann Gardosch bei seiner Deportation war.

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