Leben Aliens bereits auf der Erde?


Die britische Astronautin Helen Sharman meint, sie könnten unentdeckt unter uns leben. Vielleicht in einer mikroskopischen Nische, schlägt eine Astrobiologin vor

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Bild: Piqsels.com/CC0

Helen Sharman, die erste britische Astronautin und überhaupt die erste Astronautin, die 1991 die russische Weltraumstation Mir besuchte, ist fest überzeugt davon, dass es Aliens gibt. In einem Interview sagte sie auch, dass sie bereits möglicherweise unentdeckt unter uns leben könnten. Es könnte gut sein, dass wir sie einfach nicht sehen können. Sie könnten also eine Art Geister, Gespenster oder Engel sein, die wir mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen, weil sie grundsätzlich anders verkörpert sind.

Die britische Astrophysikerin und -biologin Samantha Rolfe vom Bayfordbury Observatory griff diese Idee von für uns unwahrnehmbaren Aliens auf und überlegte in einem Essay, wie diese auf der Erde leben könnten, ohne dass wir sie bemerken. Zunächst thematisierte sie die Schwierigkeiten, wie Leben definiert werden kann. Es gebe mehr als 100 Definitionen, das mache es auch schwierig, nach Aliens im Weltraum zu suchen oder diese zu erkennen. Wenn man nicht weiß, nach was man sucht, ist natürlich die Suche eingeschränkt, zumal wenn man sich auf Leben beschränkt, wie man es von der Erde kennt. Und intelligentes Leben müsse selbstverständlich keineswegs humanoid oder überhaupt ähnlich wie biologisches Leben auf der Erde aussehen.

Mikroskopisch klein

Leben, wie wir es kennen, wird nach Rolfe gerne als MRS GREN definiert: Bewegung, Atmung, Wahrnehmung, Wachstum, Reproduktion, Ausscheidung und Nahrungsaufnahme. Andere versuchen physikalisch-chemische Mindestanforderungen festzulegen wie: Kompartimente, Programm, Stoffwechsel (Metabolismus), Katalyse, Regulation, Wachstum, Reproduktion, Anpassung/Evolution. Man sieht schon, es gibt keine Deckung, sondern nur eine teilweise Überschneidung.

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