Theologin: Kirchliche Konflikte eher kulturell als religiös


In der Kirche ist viel Zeitgeist zu finden, sagt die Erfurter Theologin Julia Knop. Deshalb müsse über Konflikte in der Kirche mit dem Bewusstsein gesprochen werden, dass Veränderungsprozesse dem Katholizismus nicht fremd seien.

katholisch.de

Für die Erfurter Dogmatikerin Julia Knop sind die Debatten um Beziehungs- und Geschlechterfragen in der katholischen Kirche und darüber hinaus „eher kulturelle und politische Konflikte als religiöse“. Im Interview des Kölner Portals domradio.de (Samstag) sagte die Theologin: „Es geht letztlich um Modernisierungsprozesse, darum, ob man im 21. Jahrhundert ankommen will oder ob man sich im Affront gegen die zeitgenössische Gesellschaft aufstellen will.“

Knops Ansicht nach wäre es „gut katholisch„, wenn sich im engen Austausch „mit dem Leben, den Kulturen, den Wissenschaften“ darangesetzt werde, das traditionelle katholische Verständnis von Sexualität, Ehe und Familie weiterzuentwickeln. „Das ist dem Katholizismus nicht fremd – wir tragen kirchlich jede Menge Zeitgeistiges mit uns, das bisweilen ganz unhistorisch als ewige Wahrheit verkauft wird“, sagte die Autorin, deren Buch „Beziehungsweise: Theologie der Ehe, Partnerschaft und Familie“ im November erschienen ist.

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