Londoner Polizei setzt Kameras zur Gesichtserkennung ein


Trotz der Kritik von Datenschützern und Menschenrechtsgruppen führt die britische Polizei im öffentlichen Raum Kameras zur Gesichtserkennung ein. Die Technologie soll eine wirkungsvollere Fahndung nach Kriminellen ermöglichen.

Markus M. Haefliger | Neue Zürcher Zeitung

Wer in der britischen Hauptstadt von der U-Bahn-Station aufs Trottoir tritt oder Geschäftsstrassen entlangspaziert, dessen Gesicht wird möglicherweise gescannt und das Ergebnis auf Computern der Polizei mit Fahndungsbildern abgeglichen. Das hat die Metropolitan Police, die Londoner Polizei, am Wochenende angekündigt. Die Polizeibehörde will in gewissen Quartieren der Stadt speziell markierte Kameras zur biometrischen Gesichtserkennung einsetzen. Die Anwendung der umstrittenen Technologie geschieht trotz Vorbehalten von Datenschützern und Menschenrechtsgruppen, die einen Eingriff in die Privatsphäre der Bürger und unzuverlässige Ergebnisse befürchten.

Bedenken vom Tisch gewischt

Die Polizei erhofft sich von der Methode eine wirksamere Verfolgung von Schwerverbrechern wie mutmasslichen Tätern bei tödlichen Messerstechereien oder Kinderschändern. Die Kameras würden in Quartieren eingesetzt, in denen es wahrscheinlich sei, dass sich bestimmte Gesuchte bewegten, hiess es in der Ankündigung vom Freitag. Jedes lokale Kamerasystem soll über eine eigene Art Fahndungsliste mit den gespeicherten Fotos von Gesuchten verfügen.

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