Resistenzgene in unserem Hausstaub


Verborgene Gefahr? Forscher haben im Hausstaub von Gebäuden 183 verschiedene Resistenzgene nachgewiesen – DNA-Sequenzen, die Bakterien immun gegen Antibiotika machen können. Die meisten der in den Staubmikroben gefundenen Gene verleihen Resistenzen gegen gleich mehrere Antibiotika-Klassen. Zudem liegen 57 von ihnen in mobilen Abschnitten der DNA und können daher leicht zwischen verschiedenen Mikrobenarten ausgetauscht werden, wie die Wissenschaftler im Fachjournal „PloS Pathogens“ berichten.

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In unserem Hausstaub leben nicht nur viele Bakterien, sie tragen auch häufig Antibiotika-Resistenzgene in sich. © Wachiwit/ iStock

Weltweit breiten sich resistente Bakterien aus. Diese Mikroben sind gegen eines oder mehrere gängige Antibiotika immun, weil ihr Zellstoffwechsel die Angriffsmechanismen der Medikamente unterläuft. Verantwortlich dafür sind Resistenzgene, die frei zwischen verschiedenen Bakterienarten ausgetauscht werden. Diese Gene und ihre Träger finden sich inzwischen fast überall – in der Arktis, in Seen und Sedimenten, in Nutztieren und sogar in der Stadtluft oder in unserem eigenen Darm.

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