Smarte Lampen verraten ihre Nutzer


Immer mehr elektrische Geräte sollen smart sein und benötigen dafür eine Verbindung ins Internet. Was für unbedarfte Nutzer ganz bequem sein kann, birgt zahlreiche Lauschprobleme

Christoph Jehle | TELEPOLIS

Nachdem dieser Tage die Pflege des immer noch weit verbreiteten Betriebssystems Windows 7 für Privatkunden eingestellt wurde, haben sich zahlreiche Nutzer dazu verführen lassen, Windows 10 als Betriebssystem zu installieren, selbst wenn ihnen bekannt war, dass Windows 10 öfters „nach Hause telefoniert“, als sich der gemeine Nutzer das vorstellen kann.

Inzwischen werden jedoch im Rahmen des „Internet of Things“ (IoT) immer mehr elektrische und elektronische Geräte vernetzt und nutzen dafür einen Zugang zum Internet, auch wenn sich das Gerät und die damit verbundene Steuer-/Fernbedienungseinheit im gleichen Haushalt befinden und beispielsweise nicht vorgesehen ist, die Kaffeemaschine vor der Ankunft zuhause aus der Ferne zu starten. Es ist für viele Nutzer einfach bequemer, sich über eine Plattform im Internet zu vernetzen, als eine heimische, vom Internet physikalisch getrennte Plattform im eigenen Haushalt zu benutzen.

Gerade bei billigen Lampen, die zumeist in China produziert werden und oftmals auch von chinesischen Händlern international angeboten werden, gibt es zahlreiche sicherheitstechnische Schwachstellen. So kann bei vielen Modellen weder das Passwort geändert werden, noch die integrierte Software upgegradet werden, falls Sicherheitsprobleme bekannt geworden sind. Selbst im Recyclingcontainer bergen solche Geräte noch Probleme, weil der Kunde keine Möglichkeit hat, seine persönlichen Daten aus den Geräten zu löschen und diese dann in der Folge auch von Dritten genutzt werden können, um sich in heimische Geräte einzuloggen und deren Daten abzufragen oder gar zu manipulieren.

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