Cannabis-Konsumenten regulieren ihren Verbrauch selber


Die meisten Cannabis-Konsumenten achten auf ihre Gesundheit und geniessen das Rauschmittel gezielt. Das zeigt eine neue Untersuchung der Universität Bern.

Daniel Gerny | Neue Zürcher Zeitung

40 bis 60 Tonnen Cannabis werden in der Schweiz jedes Jahr konsumiert – das zeigt eine letzte Woche veröffentlichte Studie des Instituts für Kriminologie der Universität Lausanne. Cannabis ist damit die am meisten verbreitete illegale Droge. Das legt auch eine Untersuchung der Universität Bern nahe, die den Schwerpunkt auf den Umgang mit dem Konsum legt und am Montag veröffentlicht wurde. Eine grosse Mehrheit begrenzt den Konsum danach bewusst und gezielt: So werde der Cannabis-Konsum vor wichtigen Aufgaben, vor der Arbeit oder dem Autofahren vermieden. Dieser bewusste Umgang deutet darauf hin, dass Cannabis für die meisten Konsumierenden einen ähnlichen Stellenwert wie beispielsweise Alkohol hat. Das generelle Verbot verliert gemäss der Untersuchung auch bei Nichtkonsumenten weiter an Rückhalt.

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