Politiker von CDU und CSU kritisch gegenüber „Sophia“


Politiker von CDU und CSU stehen einer Wiederaufnahme der EU-Marinemission „Sophia“ kritisch gegenüber. „Niemals sind mehr Menschen im Mittelmeer ertrunken als zu Zeiten der staatlichen Seenotrettung“, sagte der CDU-Politiker Thorsten Frei, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag, der Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstag).

evangelisch.de

Der Migrationsstrom über die zentrale Mittelmeerroute sei in den vergangenen Monaten fast zum Erliegen gekommen. Italien, aber auch Zielländer wie Deutschland und Frankreich seien dadurch entlastet. Eine staatliche Rettungsmission solle keinen neuen Anreize schaffen.

Die Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Andrea Lindholz (CSU), sagte der Zeitung: „Menschen in Seenot müssen natürlich gerettet werden.“ Aber eine Neuauflage der Mission ‚Sophia‘ dürfe keine Brückenfunktion nach Europa haben. „Ein signifikanter Anstieg der Zahlen würde auf Missbrauch hindeuten, und dann müssten Deutschland und Europa entsprechend reagieren“, sagte Lindholz.

weiterlesen