Schuldenreport offenbart Auswirkungen des Klimawandels: Durch Wetterextreme in der Schuldenfalle

Bild von AndyFaeth auf Pixabay

Die zum Teil dramatischen Folgen des Klimawandels verstärken einer aktuellen Untersuchung zufolge in vielen Ländern die Schuldenkrise. Besonders betroffen sind kleine Inselstaaten im Pazifik und in der Karibik sowie die Länder der Sahelzone.

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Dies geht aus dem am Montag in Berlin vorgestellten Schuldenreport 2020 des Bündnisses erlassjahr.de und des Entwicklungshilfswerks Misereor hervor. 124 von 154 untersuchten Staaten sind demnach kritisch verschuldet, wobei sich in mehr als 60 Prozent der betroffenen Länder die Lage seit 2014 immer weiter verschlechtert hat.

Durch den Klimawandel immer häufiger und heftiger auftretende Wetterextreme wie Wirbelstürme, Starkregen und Dürren stellten eine besondere Gefahr für Menschen in hoch verschuldeten Ländern dar, warnte die Klima-Expertin des katholischen Hilfswerks Misereor, Anika Schroeder. „Durch den erdrückenden Schuldendienst fehlt Geld, um im Katastrophenfall schnelle und effektive Hilfe leisten zu können.“ Wenn der Wiederaufbau auf Pump finanziert werden müsse, drohe überdies eine Schuldenfalle.

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