Wehrbeauftragter für zeitige Bestellung von Rabbiner und Imam Mehr als nur ein Zeichen


Mehr als nur ein Zeichen: Der Wehrbeauftragte der Bundeswehr, Hans-Peter Bartels, hat sich in seinem Jahresbericht 2019 für eine zeitige Bestellung eines ersten Militärrabbiners und eines ersten Militärimams bei der Bundeswehr ausgesprochen.

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Dabei gehe es nicht nur darum, schnell einen konkreten Bedarf zu decken, sondern auch darum, ein Zeichen zu setzen, erläutert Bartels in seinem am Dienstag in Berlin vorgestellten Bericht. Schätzungen zufolge gibt es demnach etwa 3.000 muslimische und 300 jüdische Soldaten.

Im Dezember hatten Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, mit einem Staatsvertrag die Voraussetzung für eine jüdische Militärseelsorge geschaffen. Da es von muslimischer Seite keine vergleichbaren Strukturen oder Verträge gibt, empfiehlt Bartels der Bundeswehr, muslimische Geistliche künftig mit sogenannten Gestellungsverträgen an sich zu binden. Die von der Deutschen Islamkonferenz formulierten Voraussetzungen für Imame seien angemessen. Allerdings dürfte es „nicht einfach sein“, derartige Imame zu finden.

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