Zuviel Aufmerksamkeit für Holocaust


Zwei neue Umfragen zeigen, dass ungefähr einer von fünf Deutsche, und über die Hälfte unter den rechtsgerichteten Populisten, denkt, dass der Holocaust zuviel Aufmerksamkeit in Deutschland geniesse. Das Nachdenken über die Nazi-Verbrehen war eine Priorität im Deutschland der Nachkriegszeit, doch diese «Konsens bröckelt ab», sagte Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland am Sonntag, dem Vorabend des Holocaust-Gedenktages.

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«Wenn wir nicht heute Gegenmassnahmen ergreifen, könnte unsere Demokratie ernsthaft in Gefahr geraten», meinte Schuster, der ein grösseres Einstehen für Holocaust-Erziehung fordert. – Deutschland begeht den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz, ebenso wie das Jahr über andere bedeutungsvolle Daten im Zusammenhang mit der Holocaust-Geschichte, mit weitreichenden Programmen, sowohl offiziell als auch privat. – 56 Prozent der Deutschen, die sich mit der rechtextremen, anti-Immigranten-Partei «Alternative für Deutschland (AfD)» identifizieren, sind der Ansicht, dem Holocaust-Gedenke werde zuviel Gewicht beigemessen.

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