Ethikunterricht für alle „würde Religion verdrängen“ – heul doch


Ethikunterricht „für alle“ würde das Fach Religion verdrängen: Das sagte Andrea Pinz, Leiterin des Interdiözesanen Amts für Unterricht und Erziehung sowie des Schulamts der Erzdiözese Wien, laut der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Furche“.

religion.ORF.at

Die immer wieder erhobene Forderung, Religion zum Zweck der Konfliktvermeidung gänzlich aus dem öffentlichen Raum Schule zu verbannen, basiere auf einem „gehörigen Kurzschluss“. Mit dieser Feststellung reagierte Schulamtsleiterin Pinz auf das zuletzt von Susanne Wiesinger in ihrem Buch „Machtkampf im Ministerium: Wie Parteipolitik unsere Schulen zerstört“ formulierte Plädoyer für einen „verpflichtenden Ethikunterricht für alle“.

„Marginalisierung und letztlich Verdrängung“

Ein solcher würde „zur Marginalisierung und letztlich zur Verdrängung des Religionsunterrichts führen“, da die Lehrplaninhalte weitgehend deckungsgleich seien, in Religion aber die Möglichkeit zur Abmeldung weiter bestehen bleibe.

Die Pflichtschullehrerin und Lehrergewerkschafterin Wiesinger wurde 2019 von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zur Ombudsfrau für Wertefragen und Kulturkonflikte berufen. Noch vor dem Erscheinen ihres Buches über die Einflussnahme der Politik auf das Schulsystem im Jänner 2020 wurde ihre Tätigkeit als Ombudsfrau vorzeitig beendet.

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