Frankreich: Eine Million friert, weil Heizen zu teuer ist


Auch das Nachbarland hat ein großes Problem mit dem Mangel an Wohnungen für Menschen, die angesichts der teuren Mieten zu wenig Geld haben

Thomas Pany | TELEPOLIS

Wohnungen mit mäßigen Mieten (HLM) in Martigues. Archivbild: Airair/CC BY-SA 3.0

Auch Frankreich hat ein großes Problem mit Wohnungen für Menschen, die wenig Geld haben. Ungefähr 900.000 Personen sind auf Behelfslösungen angewiesen. Sie haben entweder gar kein Dach über dem Kopf, sind in einer Pension untergebracht, finden Unterschlupf in Campingplätzen oder anderen „Zeltstädten“, im besten Fall bei Bekannten, Freunden oder Familienmitgliedern.

Fast 4 Millionen, 3.953.000, leben in Unterkünften, die mit „schwierigen Bedingungen“ gekennzeichnet sind, weil sie beispielsweise kein Bad oder die Toilette auf dem Gang haben oder auch ungenügend bzw. gar nicht beheizt sind. Nicht selten sind diese mangelhaften Unterbringungen trotzdem überfüllt.

Die Lage von 12,1 Millionen Bewohnern im Nachbarland, das 67 Millionen Einwohner zählt, wird als „fragil“ bezeichnet. Gemeint ist damit, dass es zweifelhaft ist, ob sie die Mieten und die hohen Energiekosten auf Dauer bestreiten können, wenn sie damit nicht sogar schon im Rückstand sind und ihnen der Rauswurf droht.

„Exzessiver finanzieller Aufwand“

So werden 2,7 Millionen als Personen eingestuft, die in einer Situation leben, die einen für ihre Einkommensverhältnisse „exzessiven finanziellen Aufwand“ benötigen. Von etwa einer Million Personen, deren finanzielle Situation als „bescheiden“ beschrieben wird, heißt es, dass sie „gefroren“ haben, weil sie sich die Heizkosten nicht leisten können.

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