Mexiko: Der Beschützer der Schmetterlinge ist tot

Apollofalter

  • Der mexikanische Umweltaktivist Homero Gómez González galt seit zwei Wochen als vermisst.
  • Nun teilte die Staatsanwaltschaft mit, sie habe seinen leblosen Körper in einem Regenwassertank gefunden.
  • Womöglich kam er illegalen Holzfällern in die Quere.

Christoph Gurk | Süddeutsche Zeitung

Foto: picture alliance / Ulises Ruiz B. Der mexikanische Monarchfalter hat seinen stärksten Beschützer verloren.

Der Monarchfalter, so sagt man im mexikanischen Bundesstaat Michoacán, trage die Seelen der Toten mit sich. Doch nun ist einer der standhaftesten Kämpfer für den Schutz der kleinen orange-schwarzen Falter selbst gestorben. Am Mittwoch gab die lokale Staatsanwaltschaft bekannt, sie habe den Körper von Homero Gómez González gefunden, in einem Regenwassertank und rund zwei Wochen nachdem er als vermisst gemeldet worden war. Wie Gómez umgekommen ist, sei noch unklar, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft, kaum jemand aber geht von einem Unfall aus.

50 Jahre alt war Gómez, als er starb. Ein stämmiger Mann mit breitem Schnauzer. Vielen Mexikanern war er vor allem wegen seiner Videos im Netz bekannt, in denen er von den Monarchfaltern erzählte, umschwirrt von unzähligen Schmetterlingen.

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