Richter verurteilen Frankreich wegen überfüllter Gefängnisse


  • Die Klagen betrafen Haftanstalten in Nîmes, Nizza, in Fresnes bei Paris sowie in Überseegebieten.
  • Die seit Langem bekannten Missstände müssten systematisch und dauerhaft überwunden werden, forderte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) .

Süddeutsche Zeitung

Wegen Missständen in Gefängnissen hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Frankreich verurteilt. Die Straßburger Richter gaben am Donnerstag der Klage von 32 Strafgefangenen Recht. Sie hatten sich gegen Überfüllung, hygienisch unzumutbare Zustände, Missstände bei der Gesundheitsversorgung und gegen tagelanges Einschließen in kleinen Zellen gewandt.

Die Klagen betrafen die Haftanstalten in Nîmes, Nizza, das zweitgrößte französische Gefängnis in Fresnes bei Paris sowie Anstalten in den Überseegebieten Martinique, Französisch-Polynesien und Guadeloupe. So war nach Erkenntnissen des EGMR die Haftanstalt Nîmes im Januar 2019 mit fast 400 statt wie vorgesehen mit höchstens 192 Gefangenen belegt.

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