Palästinenser kündigen Abbruch der Beziehungen zu Israel und USA an


Der Nahost-Plan der Amerikaner stösst bei den Palästinensern auf Ablehnung. Mahmud Abbas, Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, will die Beziehungen zu den USA und Israel abbrechen.

Andrea Spalinger, Manuela Nyffenegger, Ulrich von Schwerin | Neue Zürcher Zeitung

Mahmud Abbas (Mitte) während der Sitzung der Arabischen Liga in Kairo am Samstag, 1. Februar.Ali Bob / EPA

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kündigt den «Abbruch aller Beziehungen» zu Israel und den USA an. Das gab Abbas am Samstag (1.2.) in der ägyptischen Hauptstadt Kairo bekannt. Dort findet eine Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga zum Nahost-Plan des amerikanischen Präsidenten Donald Trump statt. Die Palästinenserführung hatte den Plan von Beginn an scharf zurückgewiesen. «Nachdem wir all diesen Müll gehört haben, sagen wir erneut Nein zum ‹Deal des Jahrhunderts›», sagte der Abbas im palästinensischen Fernsehen. Trumps Plan gehöre in den «Mülleimer der Geschichte». Die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas bezeichnete den Plan als Unsinn. «Der ‹Deal des Jahrhunderts› ist Nonsens, es ist ein feindlicher Deal», sagte Khalil al-Haja, ein führender Hamas-Vertreter. Die Hamas würde den Plan «mit allen Mitteln» bekämpfen.

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