Wer hat Angst vor Judith Butler?


Volles Haus: Die US-Gender-Forscherin Judith Butler war am Freitagabend zu Gast an der TU.

Inga Barthels | DER TAGESSPIEGEL

Philosophin Judith Butler, hier bei einer Veranstaltung in der Schweiz.Foto: dpa

Glaubt man rechten und kirchlichen Gruppen, gibt es kaum eine größere Bedrohung für die Zivilisation als die Gender Studies.

In Ungarn hat die rechtskonservative Regierung die Disziplin von den Unis verbannt, der polnische Bischof Marek Jedraszewski bezeichnete Gender als „große Bedrohung für unsere Freiheit“ und „noch schlimmer als der Kommunismus“, der spanische Politiker Francisco Serrano von der rechtsextremen Partei Vox sprach gar von „Gender-Dschihadismus“. Woher kommt diese Angst vor den Gender Studies?

Diese Frage versuchte am Freitag eine Frau zu beantworten, die das wohl berühmteste Gesicht der Disziplin ist: Judith Butler, Professorin in Berkeley, zu Gast an der Technischen Universität Berlin.

Es gibt wohl wenig andere Wissenschaftlerinnen, die über 1000 junge Menschen an einem Freitagabend in Berlin in einen Hörsaal locken können. Vor den Türen des TU-Audimax spielen sich Szenen ab wie sonst nur in Clubs.

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