Russland: Orthodoxe Kirche fordert Gottesbezug in neuer Verfassung


Die orthodoxe Kirche um Patriarch Kyrill I. fordert einen Gottesbezug in der neuen russischen Verfassung. Schließlich verweist auch die Nationalhymne auf Gott. Über das Vorhaben entscheidet jedoch nicht Staatspräsident Wladimir Putin.

katholisch.de

Die orthodoxe Kirche macht sich für einen Gottesbezug in Russlands geplanter neuer Verfassung stark. „Lasst uns beten und arbeiten, damit in unserem Grundgesetz Gott erwähnt wird“, sagte der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. am Wochenende in Moskau. Die Mehrheit der russischen Bürger glaubten an Gott; nicht nur orthodoxe Christen, sondern Muslime und viele andere. Das Kirchenoberhaupt verwies darauf, dass es in der Nationalhymne „von Gott beschütztes Heimatland“ heiße. „Warum kann das in unserer Verfassung nicht gesagt werden?“, fragte Kyrill I. laut Kirchenangaben.

Staatspräsident Wladimir Putin hatte im Januar zahlreiche Verfassungsänderungen auf den Weg gebracht, nicht aber eine Erwähnung Gottes im Grundgesetz. Das Unterhaus des Parlaments, die Staatsduma, unterstützte die Reform vor gut einer Woche in der ersten von drei Lesungen einstimmig. Über viele Fragen wird allerdings noch diskutiert.

weiterlesen